Eine neue Liebe

25 Jun

Ja, ihr merkt’s: Maja und ich sind in ein Sommerloch gefallen.

Kosmetik-bezogen war der Juni für mich dabei gar nicht sooo ereignislos. Ich war nur einfach beschäftigt und irgendwie auch lustlos, was bei dem Wetter im Sommer ja auch entschuldigt sein dürfte.

Aus gegebenem Anlass (weil Vorräte aufgebraucht) habe ich mich jetzt mal auf die Suche nach einem geeigneten Ersatz für die Plush Lash Mascara von MAC gemacht. Bekanntlich war das ja schon die ganz große Liebe und bedingt durch MAC’s unverzeihlichen Rückfall in die Steinzeit muss da jetzt Ersatz her. Hat man aber mal den Partner für’s Leben gefunden, ist jeder andere nicht mehr gut genug. Wobei es in dem Fall wohl auch nicht immer nur meine subjektive Wahrnehmung sein dürfte.

Ändern soll sich so viel wie möglich und somit sollte der Neue dem hier schon sehr nah kommen:

MAC Plush Lash Mascara

Dickes Bürstchen, wasserfest und, wenn möglich, ohne Tierversuche. Und das Allerwichtigste: Meine Wimpern sollten nicht hart oder verklebt werden.

Wie sich rausstellte, war das gar nicht so einfach. Maja schlug mir ja gleich vor, es mal mit der Bad Gal Mascara von Benefit zu probieren. Stur wie ich aber nunmal bin, wollte ich zunächst versuchen, sparsam zu sein. Als erstes in die Arena trat dann die Supersize Mascara von Manhattan, welche es seit kurzem anscheinend ins Standardsortiment geschafft hat. Zuvor war sie wohl mal Teil einer LE gewesen und es gab regelrechte Begeisterungsstürme.

Manhattan Supersize Mascara

Vom Äußerlichen her könnte man ja ast schon an einen Dupe glauben. Leider war sie nicht wasserfest, aber wegem dem doch sehr ähnlichen Bürstchen bekam sie trotzdem ihre Chance. Doch auch die restliche Performance hätte Herr Bohlen wohl als unterirdisch bezeichnet. Schon beim Auftrag war es gar nicht so leicht, Fliegenbeine zu vermeiden, sodass ich schließlich sogar mit den Fingern daran rumpopeln musste. Nach kurzer Zeit war die Mascara dann auch trocken – und wie. Steinharte Wimpern, die so gut wie keinen Schwung hatten, waren das Ergebnis. Dadurch wirkten sie natürlich unglaublich schwer. Da hätte ich gleich Fake Lashes tragen können! Was daran Supersize war, weiß ich auch nicht so recht. Ich kann nicht behaupten, dass ich einen wirklich Unterschied in Länge und Dichte festgestellt hätte.

Bei Regen sah ich dann natürlich auch gleich aus wie ein Waschbär, weil ich nach 10 Jahren Waterproof-Mascara nicht daran gedacht habe, dass der Vorteil auf einmal weg war. Aber auch im Trockenen entwickelte die Supersize Mascara sich schnell zum Albtraum. Denn sie bröckelte…und bröckelte…und bröckelte. So viel davon hab ich mir doch nie im Leben auf die Wimpern gestrichen!

Wir halten fest: Die Manhattan Supersize Mascara kam schon nach kurzer Zeit in die Tonne.

Als nächstes vertraute ich mich mit meinem Problem Catrice an. Die haben mich in letzter Zeit mit den verschiedensten Produkten so richtig begeistern können und warum sollte dann nicht auch mal eine Mascara ran dürfen? Nach dem Bürstchenvergleich der umfangreichen Palette im Catrice-Aufsteller bei DM wurde es die blaue (waterproof) Lashes to Kill Mascara.

Catrice Lashes to Kill MascaraWas soll ich sagen? Ich bin begeistert! Zwar musste ich für den Preis von 3,49 € schon Abstriche machen. Die Mascara von MAC lag, mein ich, mittlerweile bei knapp 18,00 € und natürlich bezahlt man dabei auch nicht nur für den Namen.

Hauptsächlich liegt der Unterschied im Tragegefühl. Die Lashes to Kill-Mascara ist etwas klebriger, auch später am Tag noch. Es fühlt sich ein bißchen so an, als ob man Knete auf den Wimpern hat, weil sie nicht richtig hart wird. Allerdings ist das trotzdem auch nicht wahnsinnig unangenehm und es kommen auch nur selten Fliegenbeine zustande. Bei dem Preis ist das auf jeden Fall ein sehr gutes Ergebnis.

Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich den langen Applikator. Sowohl der bei der Plush Lash Mascara als auch der beim Supersize-Disaster waren recht kurz und deshalb auch häufig kritisiert worden. Ich dagegen bin ein großer Fan kurzer Applikatoren und hab mit diesen einfach wesentlich mehr Kontroller darüber, wo und wie dick ich die Mascara hinschmiere.

Natürlich ist mein Herzchen noch nicht ganz von Liebe erfüllt. Bei der Plush Lash Mascara fühlen sich meine Wimpern absolut natürlich an, als ob sie nur gefärbt und magisch verlängert wurden. Das schafft auch die Lashes to Kill nicht. Ob ich mich jetzt einfach nur daran gewöhne, eben doch wieder fühlbar Wimperntusche zu tragen oder ob ich doch noch der Bad Gal und eventuell einigen ihrer Freundinnen aus dem High End Bereich eine Chance geben werde, weiß ich noch nicht.

Und mal so zur Info: Schande über mein Haupt, aber ich habe diesmal tatsächlich offizielle Produktbilder für alle drei Produkte nutzen müssen. Meine Kamera ist irgendwo in den Untiefen meiner Wohnung verschwunden und bei der Supersize-Mascara habe ich sogar gar nicht daran gedacht, sie visuell festzuhalten, bevor sie ihre Reise in den Müll antrat.

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