Adrenalinkick

9 Apr

Meine schillernste Neuentdeckung bezüglich bunter Farbe im Gesicht hab ich eigentlich Maja zu verdanken. Denn die hat mir aus dem letzten USA-Urlaub einfach mal ein neues Schätzchen von den wunderbaren Kosmetikmagiern von Urban Decay mitgebracht. Als ich anfing, mich für dekorative Kosmetik zu interessieren, dachte ich noch, dass ich mit MAC das Nonplusultra entdeckt hatte und mich nie mehr anderweitig orientieren würde. Mittlerweile huldige ich MAC zwar immer noch, habe aber auch viele andere wunderbare Marken für mich entdeckt. Die erste, die mich fremdgehen ließ, war seinerzeit Urban Decay.

Dabei weiß ich gar nicht mehr, mit welchem Produkt das eigentlich alles angefangen hat. So richtig verliebt habe ich mich irgendwann in London, als zuerst der Lidschatten in Honey und diverse Glitterliner und dann jedes Jahr mindestens ein weiteres Produkt einziehen durfte. Mittlerweile möchte ich ohne meine geliebte Naked Palette gar nicht mehr leben. Und bevor jemand fragt, ja, bisher ist es „nur“ die Nr. 1, aber ich will verdammt sein, wenn es Nr. 2 nicht auch im Dezember in meinen Bestand schafft!

Lippenstifte sind bisher noch ein Schwachpunkt in meiner „Ausrüstung“. Bis vor etwa einem Jahr habe ich mich eigentlich kaum an Lippenfarbe getraut, höchstens mal ein schwaches Gloss hier und da. Mittlerweile bin ich allerdings doch auch kräftigeren Farben verfallen. Das hat Maja dann auch gleich genutzt, um meinen Bestand um einen Super-Saturated Lippenstift von UD zu bereichern. Und ein STIFT ist er wahrhaftig, denn er kommt wie ein dicker, leicht matschiger Buntstift daher. Solche Produkte hab ich ja schon öfter gesehen, teils für die Lippen, teils für die Augen. Doch besonders für die Lippen habe ich mich bisher nie rangetraut, weil ich immer dachte, dass es doch wahnsinnig schwer sein muss, damit einigermaßen genau zu arbeiten. Schwachsinn, wie ich jetzt feststellte, denn zumindest ich hab damit gar keine Probleme und empfinde den Auftrag sogar teilweise als angenehmer, als mit einem normalen Lippenstift oder Pinsel.

Urban Decay Super-Saturated Adrenaline

Urban Decay Super-Saturated Adrenaline

Wie man sieht, wurde ich mit der Farbe „Adrenaline“ beschenkt. Ich sag mal, die Farbbezeichnungen bei vielen Marken sind ja abenteuerlich und haben oft auch wenig damit zu tun, wie man selbst die Farbe beschreiben würde. Auch hier weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Letztendlich ist das ja aber auch egal, denn die Farbe ist super. Auch, wenn ich zuerst ein wenig verwirrt war, denn je nach Lichteinfall wirkt der Stift doch arg altbacken, fast schon altrosa. Meine Mama hatte früher eine Couch in solchen Tönen. Aber wenn das Licht nur leicht wechselt, wird es wieder zu einem satten Pink mit leichter Tendenz zum Fuchsia. Da ich den Stift im Dunkeln ausgepackt hab, hab ich mir damals Bilder der ersten Swatches gespart, denn Halbdunkel bzw. künstliches Licht verfälschen Farben auf Fotos ja doch nur. Also habe ich vorhin einfach mal mich selbst geknutscht, um ein nachträgliches Swatchbild zu bekommen.

Urban Decay Super-Saturated Adrenaline

Eigentlich kann man auf solche Swatches in Blogs ja auch mal verzichten, wenn man dafür Bilder vom getragenen Produkt hat. Finde ich zumindest. In dem Fall gilt diese von mir für mich geschriebene Regel aber auch schon wieder nicht, denn hier sieht man das, was ich sonst weder am Stift selbst, noch auf den Lippen einfangen konnte: Glitzer! Der ist anfangs sowieso fast unsichtbar. Nach ein paar Minuten auf den Lippen kommt er aber ganz gut zum Vorschein, ohne zu übertrieben oder gar kitschig zu wirken. Im Gegenteil gibt er der Farbe eher noch einen edlen Glanz. Der einzige Nachteil hierbei ist, dass er sich echt hartnäckig auf den Lippen hält und man wirklich schon ordentlich rubbeln muss, um auch die letzten Partikel los zu werden.

Auf den Lippen zeigt sich die Farbe auch wieder sehr vielseitig. Im Sonnenlicht wirkt er, natürlich, heller, aber auch kühler. Als ob da das bläuliche Fuchsia mehr rauskommt. Dafür ist er bei weniger Lichteinfall satter und rötlicher. Was mir erst auf den Fotos auffällt ist, dass er durch den hohen Glossanteil an den Rändern unsauber wirkt. Im Gesamtbild fällt das kaum auf, bei den Detailfotos stört es mich aber. Dabei möchte ich jetzt gar kein Gesamtbild von mir zeigen, weil ich heute wenig präsentabel aussehe und auch einfach mal zu faul bin, meine Haare zu machen und den Rest zu schminken. Ihr müsst mir also einfach mal glauben. Obwohl man es also eigentlich nicht sieht, kann es sein, dass mich das Wissen darum in Zukunft doch so stört, dass ich mir einen passenden Lipliner besorgen werde. Aber warten wir mal ab. Eigentlich bin ich kein Fan von Liplinern. Auch wieder aus reiner Faulheit.

Urban Decay Super-Saturated Adrenaline

Urban Decay Super-Saturated Adrenaline

Insgesamt mag ich die Farbe wirklich gern und besonders im Sommer macht es auch richtig Spaß, solche fruchtig-beerigen Farben auf den Lippen zu tragen. Es kommt natürlich auf den Typ an, ob man das auch alltagsfreundlich findet. Ich trage gern solche Farben tagsüber und dazu halt ein weniger auffälligeres Augen-Makeup.

In Deutschland ist es ja leider nicht so einfach, UD Produkte zu bekommen. Auf der offiziellen Website finden sich aber auch Links zu Onlineshops, die nach Deutschland liefern. Bei der Qualität kann man, meiner bisherigen Erfahrung her, auch nichts falsch machen, wenn man die Sachen online bestellt. Nur bei der Farbauswahl muss man da natürlich ein bißchen Pi mal Daumen vorgehen. Aber da ich bei UD auch noch nie eine Farbe gesehen hab, die für sich genommen nicht toll war, ist das auch nicht sooo schlimm. Wenn man nicht mit einer bestimmten Vorstellung daran geht. Wenn man sich die Sachen vorher lieber anschaut, bleibt leider nur die Reise ins Ausland. Ich geb mir, wie gesagt, meistens den UD-Kick in London. Der Counter bei House of Fraser auf der Oxford Street ist eigentlich schon ein kleines Wunderland für sich. Aber gekauft werden viele Produkte dann manchmal auch erst auf der Fähre. Da habe ich z.B. meine Naked Palette für sagenhafte 32 GBP (ca. 38 €) gekauft, obwohl sie in London selbst für 36 GBP angeboten wurde. Da lohnen sich ein paar Tage Geduld also, wenn man mit der Fähre fährt und das Risiko eingehen möchte, dass es da dann doch nicht alles gibt.

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